Galileo ist das erste von der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gemeinsam durchgeführte Projekt und Teil des TEN-Verkehrsprojektes. Die Finanzierung der Entwicklungsphase wird von beiden Organisationen zu gleichen Teilen übernommen. Am 27. Mai 2003 einigten sich die Mitgliedsstaaten der ESA nach langen Differenzen über die Finanzierung. Im Mai 2007 wurde bekannt, dass die EU-Kommission den privaten Betreibergesellschaften den Auftrag entziehen und das Projekt neu ausschreiben will.
Folgende Staaten außerhalb der Europäischen Union beteiligen sich ebenfalls:
China ist mit 280 Mio. Euro am Projekt beteiligt; ein gemeinsames Trainingszentrum für Satellitennavigation wurde an der Pekinger Universität eröffnet. Indien konnte im Januar 2004 Verhandlungen aufnehmen, und im September 2005 wurde eine Übereinkunft über Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Oktober 2006 hatte Indien allerdings die Zusammenarbeit und die angebotene Mitfinanzierung von 300 Mio. Euro aufgrund sicherheitsrelevanter Aspekte wieder in Frage gestellt. Israel, Marokko, Saudi-Arabien, Schweiz (Mitglied der ESA), mit 30 Mio. Euro und liefert die extrem genauen Rb- u. H-Maser-Atomuhren, Norwegen (Mitglied der ESA), Südkorea, Ukraine.
Folgende Staaten verhandeln über eine Teilnahme:
Argentinien, Australien (Stand 2007-01), Brasilien, Chile, Kanada, Malaysia, Mexiko, Russland.
Die Vereinigten Staaten standen und stehen dem Galileo-Programm skeptisch gegenüber, vor allem im Hinblick auf die Gefahren einer unkontrollierten militärischen Nutzung. Bedenken bezüglich einer technischen Beeinflussung des NAVSTAR-GPS-Systems konnten inzwischen ausgeräumt werden.